Linux Mint Images mit Backdoor infiziert

Am vergangenen Wochenende wurden die Downloadlinks auf der offiziellen Seite von Linux Mint ausgetauscht, um sie auf infizierte Images zeigen zu lassen. Wer in dieser Zeit eine ISO-Datei heruntergeladen hat, sollte unbedingt prüfen, ob sie infiziert ist. Dazu können die Dateien mithilfe von MD5-Hashes überprüft werden. Außerdem wurden knapp 71.000 Forenkonten kopiert. Wer also dort registriert ist, sollte sein Passwort unbedingt ändern.

Weitere Infos zu diesem Thema: Malware in ISO-Dateien von Linux Mint

Sicherheitslücke in der glibc-Bibliothek

Entwickler von Google und Red Hat haben unabhängig voneinander eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der glibc-Bibliothek gefunden. Dabei lässt sich durch gezielte DNS-Antworten die Namensauflösungsfunktion der Bibliothek dazu verwenden, fremden Code auszuführen. Der Fehler ist in allen Releases ab der Version 2.9 vorhanden. Glibc ist die C-Standardbibliothek der meisten Linux-Distributionen. Wer einen oder mehrere Linux-Server betreibt, sollte den für die meisten Distributionen bereits erscheinen Patch, schnellstmöglich einspielen.

1. Januar 1970 legt iPhone lahm

Wird das Datum eines iPhones manuell auf den 1. Januar 1970 gestellt, dann bleibt es bei einem Neustart in einer Bootschleife hängen. Betroffen sind alle iPhones, die einen 64-Bit-Prozesor verbaut haben. Bisher lässt sich der Fehler nur durch das Abklemmen des Akkus beheben. Alternativ können Betroffene versuchen das Gerät über den Support oder in einem Store zu tauschen. Da Apple sich bisher noch nicht zu dem Problem geäußert hat, ist auch nicht bekannt, ob aktuell an einer Lösung des Problems gearbeitet wird oder es sich überhaupt durch ein Softwareupdate lösen lässt.

Netflix nun vollständig in der Cloud

Nachdem 2008 wegen einer Datenbankstörung drei Tage lang keine DVDs verschickt werden konnten, entschieden die Verantwortlichen bei Netflix, die eigenen Rechenzentren aufzugeben und künftig auf einen Cloud-Anbieter zu setzen. Noch im selben Jahr begann die Migration der Infrastruktur zu AWS (Amazons Web Services), die nun, laut angaben von Netflix, abgeschlossen sei. Die Videos hingegen werden durch ein eigenes CDN (Content Delivery Network) namens Netflix Open Connect ausgeliefert. Für eine bessere Anbindung stellt Netflix den ISPs (Internet Service Providern) eigene Server zur Verfügung, die zwischenspeichert Inhalte an die Kunden ausliefert. Laut Netflix wird durch die Migration in die Cloud nicht nur Geld gespart und eine höhere Ausfallsicherheit erreicht, sondern auch der enorme Wachstum der letzten Jahre wäre mit eigenen Rechenzentren nicht möglich gewesen.

Quelle: netflix.com