BKA will Kooperationspflicht für Messanger

Wenn es nach dem Chef des BKA, Holger Münch, geht, dann sollen Anbieter wie WhatsApp zur Kooperation verpflichtet werden. Insbesondere sollen die Anbieter Bestandsdaten vorhalten und schnell auskunft erteilen. Der Grund sei, dass das umgehen der verschlüsselung von Diensten wie WhatsApp laut Münch neue Methotiken verlangen und damit sehr teuer und personalintensiv sei. Allerdings betont der BKA-Chef auch, dass eine Hintertür zu den Deinsten keine Lösung sei, da diese dann auch von anderen, nicht „befugten“ genutzt werden könne.

Free VPN mit Opera

Wie vor gut einem Jahr, als Opera den VPN-Entwickler SurfEasy übernahm, angekündigt, erhielt die neuste Version von Opera nun eine direkte VPN integration. Der Clou dabei ist jedoch, dass sich dieser nicht nur kostenlos, sondern auch ohne eine Registrierung nutzen lässt. Dazu muss das VPN nur einmalig in den Browser-Einstellungen aktiviert werden, um anschließend über die Adressleiste jederzeit aktiviert werden zu können.

De-CIX klagt

Der Betreiber des Internetknotens De-CIX hat beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen eine auf das G-10 Gesetz basierende Anordnung eingereicht. Die Anordnung ermöglicht die Überwachung des beim Internetknoten anfallenden Traffics. Da der deutsche Geheimdienst die eigenen Bürger jedoch nicht überwachen darf wurde dieser Zugriff bereits mehrfach bemängelt. Zwar setzt der BND laut eigenen Angaben Filter ein, die den inländischen Traffic filtern sollen, aber laut Expertenmeinung seien diese zu ungenau.

Mit der Klage will der Betreiber von De-CIX nun klären lassen, ob diese Anordnung verfassungswiedrig ist.

Mac Client von Dropbox weitet seine Rechte aus

Aktuell beschweren sich viele Benutzer darüber, dass sich der Mac-Client des Cloud-Dienstes Dropbox zusätzlich Rechte aneignen soll. Dabei soll soll das Programm Admin-Rechte fordern um sich anschließend in die Bedienungshilfe einzunisten. Der Anbieter beschwichtigt und sagt, dass der Dialog direkt vom Betreibssystem zur Verfügung gestellt wird, das Programm auf keine Login-Daten direkten Zugriff hat und dieses nur für einen verbesserten Sync-Vorgang notwendig sei. Alleine bei der Kommunikation habe man fehler gemacht. In Zukunft will der Anbieter besser über solche Features aufklären.

USB Killer 2.0 – Für 50 Euro PC zerstören

Der in Hong Kong ansässige Anbieter USB Killer.it bietet seit einigen Wochen die zweite Version seines USB Killers an. Der Stick lädt beim Anschließen verbaute Kondensatoren auf. Die anschließende Entladung soll bei über 95% aller Geräte zu einer dauerhaften Zerstörung der Hardware führen. Dieses sei laut Hersteller möglich, da viele Hersteller ihre USB-Ports nicht ordentlich absichern.

Der Stick kann für 50 Euro direkt auf der Herstellerseite usbkill.com erworben werden. Laut eigenen Angaben richtet sich das Produkt hauptsächlich an Hardware Hersteller, die damit die eigenen Produkte testen sollen.

Samsung ruft Galaxy Note 7 zurück

Nachdem mehrere Galaxy Note 7 beim Laden in Brand geraten sind, hat Samsung die Auslieferung gestoppt und ein Rückruf für alle bereits verkauften Geräte gestartet. Ursache der Brände seien fehlerhafte Akkus, die nach aktuellem Stand von der Samsung-Tochter SDI geliefert wurden. Wie viele der von SDI gelieferten Akkus fehlerhaft sind, ist aktuell nicht bekannt. Jedoch ist in ca. 70 % der 2,5 Millionen verkauften Geräte ein Akku dieses Zulieferers verbaut.

Laut dem Chef der Smartphone-Sparte von Samsung, Koh Dong Jin, wolle das Unternehmen den Umtausch bis März 2017 abgeschlossen haben. In Deutschland können betroffene Kunden den Austausch per Telefon unter der folgenden Nummer beantragen: 06196 934 0 262 (Mo –Fr von 8 bis 21 Uhr und Sa von 9 bis 17 Uhr)

Linux Mint Images mit Backdoor infiziert

Am vergangenen Wochenende wurden die Downloadlinks auf der offiziellen Seite von Linux Mint ausgetauscht, um sie auf infizierte Images zeigen zu lassen. Wer in dieser Zeit eine ISO-Datei heruntergeladen hat, sollte unbedingt prüfen, ob sie infiziert ist. Dazu können die Dateien mithilfe von MD5-Hashes überprüft werden. Außerdem wurden knapp 71.000 Forenkonten kopiert. Wer also dort registriert ist, sollte sein Passwort unbedingt ändern.

Weitere Infos zu diesem Thema: Malware in ISO-Dateien von Linux Mint

Sicherheitslücke in der glibc-Bibliothek

Entwickler von Google und Red Hat haben unabhängig voneinander eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der glibc-Bibliothek gefunden. Dabei lässt sich durch gezielte DNS-Antworten die Namensauflösungsfunktion der Bibliothek dazu verwenden, fremden Code auszuführen. Der Fehler ist in allen Releases ab der Version 2.9 vorhanden. Glibc ist die C-Standardbibliothek der meisten Linux-Distributionen. Wer einen oder mehrere Linux-Server betreibt, sollte den für die meisten Distributionen bereits erscheinen Patch, schnellstmöglich einspielen.

1. Januar 1970 legt iPhone lahm

Wird das Datum eines iPhones manuell auf den 1. Januar 1970 gestellt, dann bleibt es bei einem Neustart in einer Bootschleife hängen. Betroffen sind alle iPhones, die einen 64-Bit-Prozesor verbaut haben. Bisher lässt sich der Fehler nur durch das Abklemmen des Akkus beheben. Alternativ können Betroffene versuchen das Gerät über den Support oder in einem Store zu tauschen. Da Apple sich bisher noch nicht zu dem Problem geäußert hat, ist auch nicht bekannt, ob aktuell an einer Lösung des Problems gearbeitet wird oder es sich überhaupt durch ein Softwareupdate lösen lässt.

Netflix nun vollständig in der Cloud

Nachdem 2008 wegen einer Datenbankstörung drei Tage lang keine DVDs verschickt werden konnten, entschieden die Verantwortlichen bei Netflix, die eigenen Rechenzentren aufzugeben und künftig auf einen Cloud-Anbieter zu setzen. Noch im selben Jahr begann die Migration der Infrastruktur zu AWS (Amazons Web Services), die nun, laut angaben von Netflix, abgeschlossen sei. Die Videos hingegen werden durch ein eigenes CDN (Content Delivery Network) namens Netflix Open Connect ausgeliefert. Für eine bessere Anbindung stellt Netflix den ISPs (Internet Service Providern) eigene Server zur Verfügung, die zwischenspeichert Inhalte an die Kunden ausliefert. Laut Netflix wird durch die Migration in die Cloud nicht nur Geld gespart und eine höhere Ausfallsicherheit erreicht, sondern auch der enorme Wachstum der letzten Jahre wäre mit eigenen Rechenzentren nicht möglich gewesen.

Quelle: netflix.com